Der Jojo-Effekt oder Gewichtszunahme durch Diäten

Die allermeisten Empfehlungen zur Gewichtsreduzierung bestehen aus kurzfristigen Diäten, die in aller Regel auf einer reduzierten Kalorienzufuhr basieren, sogenannte Reduktionsdiäten.

Das heißt, der Körper erhält weniger Energie als er eigentlich bräuchte und er geht dann an seine Fettreserven, so die Theorie. Und wie sieht’s  tatsächlich aus?

Hierzu ein kleiner Exkurs zum Thema Kalorienverbrauch des menschlichen Körpers. Zunächst einmal gibt es den sogenannten Grundumsatz. Er definiert den Energieverbrauch pro Tag zur Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen bei völliger körperlicher Ruhe bei 28 Grad Raumtemperatur.

Der Grundumsatz ist abhängig von Geschlecht, Alter, Gewicht und Körpergröße. Führe ich dem Körper nun weniger Energie zu als er benötigt passiert zweierlei. Zunächst einmal deckt er das entstandene Energiedefizit tatsächlich aus seinen Energiespeichern, hier die Fettdepots und Muskelmasse. Es kommt also zu einer Gewichtsreduktion.

In der Folge passt der Körper allerdings den Grundumsatz der zugeführten Energiemenge an, heißt, er fährt den Grundumsatz herunter. Diese Adaption dauert nun interessanterweise über den Diätzeitraum hinaus. Kehrt man nach der Diät zu herkömmlichen Essgewohnheiten zurück, bleibt der Grundumsatz auf diesem niedrigen Niveau und erreicht nicht nur das Ausgangsgewicht wieder, sondern nimmt sogar etwas Gewicht zu. Das ist der sogenannte Jojo-Effekt.

Und nicht nur das. Mittlerweile weiß man, dass der Jojo-Effekt das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken erhöht. Der Jojo-Effekt macht also krank.

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