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Immer mehr Kinder schlucken Methylphenidat

Von NL | 10.Dezember 2009

ZappelDer Konsum von Methylphenidat, einem Amphetamin und gleichzeitig Medikament gegen ADHS bei Kindern und Jugendlichen nimmt zu.

So teilt die DAK in ihrer jüngsten Erhebung mit, dass 4,2% der bei der DAK versicherten Kindern Methylphenidat (z.B. Ritalin) oder Atomoxetin (zum Beispiel Strattera) verordnet worden. – das entspricht etwa jedem 24. Kind. „Im Vergleich zum Vorjahr stieg bei uns die Verordnungszahl um fünf Prozent“, erklärt DAK-Landeschef Wilfried Erbe.

Jungen werden demnach viermal häufiger behandelt als Mädchen.

Wegen möglicher Nebenwirkungen und Fehlverordnungen ist die Zulassung für Methylphenidat durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) jetzt eingeschränkt worden. Damit reagierte das Institut auf eine Entscheidung der Europäischen Kommission. Unter anderem muss die Behandlung unter Aufsicht eines Spezialisten für Verhaltensstörungen erfolgen. Blutdruck, Körpergröße und Gewicht sollen zudem regelmäßig kontrolliert werden.

„Im Zusammenhang mit Methylphenidat sind Nebenwirkungen wie verstärkte Reizbarkeit, Hypertonie und Wachstumshemmungen bekannt geworden. Deshalb begrüßen wir, dass das BfArM die Verschreibung an bestimmte Kriterien gekoppelt hat“, sagt DAK-Landeschef Erbe. Zur Untersuchung von Langzeiteffekten seien klinische Studien angeordnet worden.

Themen: Allgemein, Medikamente, Pharmaindustrie | Kein Kommentar »

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